Manche Geschichten beginnen mit einem Rätsel. Diese beginnt hoch oben auf den Hochweiden Tibets und des Himalaja, in einer Höhe, in der die Luft dünn wird und die Gräser kurz bleiben.
Dort, zwischen dreitausend und fünftausend Metern, wächst etwas, das die Tibeter Yartsa Gunbu nennen. Übersetzt heißt das Sommergras, Winterwurm. Im Winter ist es eine Raupe, die im Boden ruht. Im Frühjahr wächst aus ihrem Kopf ein schlanker Stiel empor, dünn wie ein Grashalm. Ein Pilz, der aus einem Tier sprießt, halb Pflanze, halb Wesen, ein Geschöpf zwischen den Welten.
Das Gold des Himalaja
Schon im 15. Jahrhundert beschrieb der tibetische Arzt und Lama Nyamnyi Dorje diesen Pilz in einem eigenen Kapitel seines medizinischen Werkes. Die Legende erzählt, dass Hirten ihn entdeckten, weil ihre Yaks nach dem Weiden auf den Hochalmen so lebhaft und kraftvoll waren, dass es ihnen auffiel. So fand der Pilz seinen Weg in die Hausapotheken der Bergbewohner und blieb dort über Jahrhunderte ein kostbarer und seltener Begleiter.
Bis heute gilt der wilde Raupenpilz als eines der kostbarsten Naturprodukte überhaupt. Manche nennen ihn das Gold des Himalaja, und nach Gewicht ist er teurer als Gold. In den Hochtälern wird seine Geschichte weitererzählt, als wäre sie noch jung.
Am Rand der Wolken
Wer in dieser Höhe geht, merkt jeden Schritt. Die Luft trägt weniger, die Sonne steht näher, und nachts legt sich der Frost über die Weiden. Was in dieser Landschaft wächst, wächst langsam und selten, und das bleibt nicht ohne Folgen für seinen Wert. In den Tälern wird seit Jahrhunderten von diesem Pilz erzählt wie von einem Fund, der sich nicht planen lässt und einem zufällt. Wer ihn findet, findet ihn an einem Vormittag, an dem er Glück gehabt hat. Deshalb wird von ihm in einer Sprache erzählt, die eher dem Staunen gehört als dem Rechnen.
Sommergras, Winterwurm
Der Name trägt beide Seiten in sich, und darin liegt das Besondere an diesem Pilz. Er lässt sich nicht in eine Schublade legen. Die einen sehen in ihm ein Tier, aus dem eine Pflanze wächst, die anderen ein Gras, das unter der Erde seinen Anfang nimmt. Für die Menschen in den Bergen war er lange beides zugleich. Vielleicht hängt damit zusammen, dass sie ihn nie wie etwas Alltägliches behandelt haben, sondern wie etwas, das sich nicht einfach nehmen lässt.
Stuttgart 1993
Seinen großen Auftritt vor der Welt hatte er 1993. Im August gewannen chinesische Läuferinnen bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Stuttgart die 1500, die 3000 und die 10.000 Meter. Einen Monat später, bei den Nationalen Spielen in Peking, folgten fünf Weltrekorde, darunter Wang Junxias 10.000 Meter in 29:31,78 und ihr 3000-Meter-Rekord in 8:06,11, der bis heute steht. Die Welt staunte und rätselte. Als der Trainer Ma Junren nach seinem Geheimnis gefragt wurde, nannte er eine Suppe, in der Schildkrötenblut und ein Pilz aus dem Hochland schwammen.
Für den Sport war der Pilz nie verboten. Die Proben der Weltrekordläuferinnen waren damals negativ, das ist belegt. Was Jahre später kam, ist eine andere Geschichte, und wir erzählen sie nicht weg. Für die Natur sah die Sache anders aus: Das Sammeln wurde streng reguliert, in Nepal erst 2001 erlaubt, in China der Verkauf seit 2016 kontrolliert.
Wer heute von Cordyceps hört, hört diese Geschichte mit. Es bleibt die Erzählung von einem außergewöhnlichen Moment, und sie hat dem Pilz zu einer Bekanntheit verholfen, die weit über die Berge hinausreicht.
Unser Cordyceps
Unser Cordyceps ist nicht der wilde Raupenpilz aus Tibet. Es ist ein kultivierter Fruchtkörper, der bei uns in der Inneren Mongolei wächst. Unser Cordyceps-Extrakt wird daraus gewonnen, in Handarbeit aufbereitet und ohne chemisch-synthetische Zusätze. Du kannst ihn in deinen Kakao rühren oder in warmes Wasser geben, als Teil deines kleinen Rituals. Ein warmer Becher davon gehört für viele zu einem Morgen, der ruhig beginnt.
Wenn du magst, nimm den Gedanken an die dünne Luft und an die kurzen Gräser mit in deinen Tag. Unsere Schätzchen sind kein Arzneimittel und ersetzen keine medizinische Beratung. Ein stiller Gruß aus großer Höhe.

