Vitalpilze

Lion’s Mane: Der Pilz der Bergmönche

Lion's Mane

Es gibt Pilze, die sehen aus wie Wesen aus einer anderen Welt. Weiß, weich, mit langen herabhängenden Fäden, als wäre ein Wasserfall mitten im Wald gefroren. Die Löwenmähne ist so einer, und nichts an ihr erinnert an die Form, die wir von einem Pilz erwarten.

Die in den Bergen schlafen

Auf der japanischen Insel Honshu ziehen seit über tausend Jahren Asketen durch die Berge. Diese Männer nennen sich Yamabushi, die in den Bergen schlafen. Die Yamabushi folgen dem Shugendō, einer Tradition, in der buddhistische, schintoistische und taoistische Elemente zusammenkommen. Die Übung der Yamabushi gilt der Schärfung des Geistes, und sie gehen sie mit dem Körper an, auf langen Wegen, bei Wind und Kälte, mit wenig Gepäck und viel Stille. Shugendō ist ein Weg, der draußen geübt wird. Die Berge sind dabei keine Kulisse, sondern der Ort, an dem sich zeigt, was ein Mensch trägt und was er zurücklässt.

An Buchen und Eichen wächst ein Pilz, der aussieht wie eine weiße Mähne, die aus dem Stamm bricht. Yamabushitake heißt er, der Pilz der Bergmönche. Der Überlieferung nach erinnert seine Mähne an die Bergasketen, und wer ihn sieht, denkt an einen Kopf mit wallendem Haar.

Ein Name, viele Gesichter

Der Pilz trägt viele Namen. Im Westen heißt er Lion’s Mane, auf Deutsch Löwenmähne. Der Name Igel-Stachelbart kommt von den feinen Stacheln, die wie ein igeliger Bart herabhängen, und in China ist er als Affenkopfpilz bekannt. Sein botanischer Name ist Hericium erinaceus, und unter diesem Namen begegnen ihm die Menschen, die sich mit Pilzen genauer beschäftigen.

Eine Mähne am Stamm

Der Igel-Stachelbart wächst nicht an jeder Stelle. Er braucht altes Holz, tot oder geschwächt, und er nimmt sich dort seinen Platz. An Buche, Eiche und gelegentlich an Walnuss bildet er einen einzelnen weißen Fruchtkörper, dicht und schwer. Der Igel-Stachelbart kennt keine gerade Form, er wächst in die Breite, wird voller und schwerer, und je älter er ist, desto dichter hängt sein weißes Kleid am Stamm. Aus ihm hängen die langen Stacheln herab, fein und zahlreich, und aus einigen Schritten Abstand sieht es aus, als hätte der Baum sich eine Mähne wachsen lassen.

Was die Yamabushi erzählen

Zu diesem Pilz wird eine alte Erzählung weitergegeben, die ihn mit den Mönchen der Berge verbindet. Der Überlieferung nach soll er für die Bergasketen eine besondere Bedeutung gehabt haben. Belegt ist das nicht. Was bleibt, ist der Name, der bis heute auf die Mönche der Berge verweist.

Wir geben diese Überlieferung so weiter, wie sie zu uns gekommen ist, als ein Stück Geschichte, das erzählt, warum dieser Pilz mit den Mönchen der Berge verbunden wird. Für die Yamabushi ist er kein Fundstück, sondern ein Name, der an ihren Weg erinnert.

Unser Lion’s Mane

Unser Lion’s Mane Extrakt wird aus dem Fruchtkörper gewonnen, in Handarbeit aufbereitet, ohne chemisch-synthetische Zusätze. Du kannst ihn in deinen Kakao rühren oder in warmes Wasser geben, als Teil deines kleinen Rituals.

Und wenn du magst, setz dich mit einer warmen Tasse hin und lass den Gedanken an diese Wege einen Augenblick bei dir bleiben. Manchmal braucht es nicht viel, eine Tasse und ein paar stille Minuten, um wieder bei sich anzukommen. Unsere Schätzchen sind kein Arzneimittel und ersetzen keine medizinische Beratung.

Hericium-Extrakt

Hericium-Extrakt

Aus dem Fruchtkörper, in Handarbeit aufbereitet, ohne chemisch-synthetische Zusätze.

Zum Schätzchen