Kakao & Zeremonien

Zeremonieller Rohkakao: Die Speise der Götter

Zeremonieller Rohkakao

Es gibt eine Pflanze, die einen Namen trägt, in dem schon alles gesagt ist. Theobroma nennen sie die Gelehrten, die Speise der Götter, und der Name kommt aus dem Griechischen, wo sich das Wort für Gott und das Wort für Speise treffen. Wer den Kakao einmal langsam getrunken hat, ahnt, warum. In Mesoamerika war er heilig, lange bevor er Schokolade wurde.

Die Speise der Götter

Bei den Maya und den Azteken war der Kakao weit mehr als eine Frucht. Er war Geschenk und Zahlungsmittel und Ritual in einem. Der Name, den wir heute kennen, wird oft mit bitteres Wasser übersetzt, und in der Sprachwissenschaft wird diese Herleitung bestritten. Sie tranken ihn zu feierlichen Anlässen, zu Zeremonien, in Stunden, die etwas bedeuteten. Die Kakaobohne war so kostbar, dass sie als Währung diente, und zugleich war sie das Kleingeld des Alltags.

Der bittere Trank gehörte in die Runde derer, die etwas zu feiern hatten, und wanderte als Bohne von Hand zu Hand wie eine Münze. Aus diesen Tagen ist eine Geste geblieben. Den Kakao nicht in Eile hinunterzutrinken, sondern so, als wäre er etwas wert. Genau dort beginnt die Zeremonie, lange vor der ersten Tasse.

Was zeremoniell bedeutet

Zeremoniell bedeutet für uns, dass wir unseren Kakao nie über 42 Grad erhitzen. Bei uns werden die Bohnen schonend fermentiert, an der Sonne getrocknet und langsam zu einer dickflüssigen Masse vermahlen, ohne Rösten und ohne Entölen. So schmeckt er weniger bitter, als viele es von herkömmlichem Kakao kennen, und entfaltet sich auch ganz ohne Zucker.

Diese Sorgfalt ist eine Haltung. Was die Pflanze von der Sonne Balis mitgebracht hat, soll in der Tasse noch da sein, der Duft, die Tiefe und dieses leichte Bittere, das den Gaumen weckt. Deshalb nennen wir ihn zeremoniell und nicht einfach ein Getränk.

Die Hänge von Bali

Unser zeremonieller Rohkakao stammt aus West-Bali, aus einer Region, deren Kakao international ausgezeichnet wird. Dort wächst er heran, wird nach Angaben unserer Partner von Hand geerntet und mit der Sorgfalt behandelt, die er verdient.

Von diesen Hängen tritt er die Reise zu uns an, als reiner und lebendiger Kakao. Bis er in deiner Tasse liegt, ist er viele Wege gegangen, über Hände, die ihn gepflegt haben, und über Stunden in der Sonne, die ihn getrocknet haben. Wenn du ihn aufgießt, kommt ein Stück dieser Insel mit in den Raum, das Licht, die Luft und die Ruhe dieser Hänge.

Ein Moment am Morgen

Du kannst den Kakao so trinken, wie es dir entspricht, am schönsten an einem ruhigen Morgen oder an einem Abend, an dem du nichts mehr vorhast. Du wärmst die Milch sanft, rührst langsam und siehst zu, wie die Masse sich löst und der Duft in den Raum kommt. Dann eine Tasse, beide Hände darum, und ein paar Atemzüge, in denen nichts gesagt werden muss.

Der Dampf steigt über den Rand, draußen geht der Tag seinen Gang, und du sitzt für eine Weile in deiner eigenen Mitte. Und wenn du magst, trink ihn mit dem Gedanken, dass du damit eine sehr alte Geste aufnimmst, eine, die schon viele vor uns getrunken haben.

Zum Schluss bleibt das Einfache, eine Tasse Kakao, zwei Hände, ein Moment, der dir gehört. Unsere Schätzchen sind kein Arzneimittel und ersetzen keine medizinische Beratung.

Zeremonieller Rohkakao

Zeremonieller Rohkakao

Reiner Rohkakao aus Bali, schonend verarbeitet. Wir erhitzen unseren Kakao nie über 42 Grad.

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