Ich liebe Pilze. Jeden einzelnen, vom stillen Bewohner des Bodens bis zum prächtigen Fruchtkörper am alten Stamm. Jeder von ihnen trägt seine eigene Geschichte und sein eigenes Geheimnis, und keiner ist mir gleichgültig.
Und dann gibt es einen, den die Menschen seit rund zweitausend Jahren verehren wie kaum einen anderen. Den Reishi. Von ihm werden Geschichten erzählt, und das seit so langer Zeit, dass niemand mehr sagen kann, wo die eine endet und die nächste beginnt.
Der Pilz der Kaiser und Mönche
In China trägt er einen Namen, der Ehrfurcht auslöst. Lingzhi, der Geistpilz. In der chinesischen Tradition gilt der Reishi seit Jahrhunderten als der Pilz der Langlebigkeit. Lingzhi-Motive schmückten die kostbaren Gefäße der Reichen. Wer ihn suchte, suchte ihn in den Bergen, wo er auf altem Hartholz wächst, rotglänzend wie lackiert, ein Wesen zwischen Baum und Erde.
Die Suche in den Bergen
Der Reishi wächst nicht am Wegrand. Er wächst an alten Bäumen, an Hartholz, das schon lange steht, und oft genug dort, wo der Aufstieg mühsam ist. In der Überlieferung sind es deshalb die Mönche, die ihn fanden, auf Wegen, die sie ohnehin gingen, mit Geduld und mit einem Blick für das, was sich nicht aufdrängt. Ein Pilz, der gefunden werden will, ist etwas anderes als einer, der sich anbietet. Vielleicht hat genau das seinen Namen mitgeprägt, den Geistpilz, den Pilz für die leisen Stunden. Wer ihn einmal gefunden hat, behält die Stelle in Erinnerung, auch wenn er nie wieder dorthin zurückkehrt.
Ein Zeichen für Glück
So selten war der Reishi in der Wildnis, dass er zum Sinnbild wurde für etwas, das sich nicht erzwingen lässt. Für Glück, für ein langes Leben und für stilles Gelingen. Wer ihn fand, dem war es, als hätte der Berg ihn ihm geschenkt. In der chinesischen Kunst begegnet er uns an vielen Stellen, auf Seidenmalereien, in Tempelwänden, in der Hand des göttlichen Kräutersuchers, den Shennong verkörpert. Von dort wanderte er weiter, von Hand zu Hand, ein Zeichen, das verschenkt und weitergereicht wurde.
Was die Tradition erzählt
Was die Menschen über die Jahrhunderte an diesem Pilz beobachtet haben, lebt bis heute in der Traditionellen Chinesischen Medizin weiter. Dort gilt der Reishi traditionell als einer der kostbarsten Begleiter für das, was sich schwer in Worte fassen lässt, für innere Ruhe, für Ausgeglichenheit und für ein Gefühl von Kraft, das nicht antreibt, sondern trägt.
In dieser alten Erzählung steht der Reishi für ein Wachsen, das sich Zeit lässt. Für etwas, das da ist, ohne sich aufzudrängen, und das den Menschen seit Jahrhunderten lieber begleitet als bedrängt. Wer sich mit ihm beschäftigt, merkt bald, dass er nichts von einem will. Er ist einfach da, wie ein guter Gast am Tisch.
Unser Reishi
Wir haben uns diesem Pilz mit demselben Respekt genähert, mit dem er seit Jahrhunderten gesammelt wird. Unser Reishi-Extrakt wird aus dem Fruchtkörper gewonnen und enthält Ganoderische Säuren sowie über 30 Prozent Beta-Glucane. Naturbelassen, in Handarbeit aufbereitet, ohne chemisch-synthetische Zusätze. Zu diesem Pilz gehört für uns die Behutsamkeit, mit der er behandelt wird, und ein wenig davon soll auch bei dir ankommen, wenn du das Glas öffnest.
Du kannst ihn als Pulver in deinen Kakao rühren oder in warmes Wasser geben, als Teil deines kleinen Rituals. Mehr als ein Getränk. Ein Moment der Ruhe, der an eine lange Geschichte anschließt.
Wenn dir danach ist, gieße dir eine Tasse, setz dich einen Augenblick hin und lass den Tag ein wenig langsamer werden. Unsere Schätzchen sind kein Arzneimittel und ersetzen keine medizinische Beratung.

